KLINIK FÜR UROLOGIE, UROONKOLOGIE, ROBOTERGESTÜTZTE UND FOKALE THERAPIE

Brachytherapie

‚Brachy‘ bedeutet ‚nah‘. Brachytherapie ist eine Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle innerhalb der Prostata platziert wird. Es gilt, zwei Formen der Brachytherapie zu unterscheiden: die LDR-Brachytherapie und die HDR-Brachytherapie. Diese unterscheiden sich in Details, vor allem abhängig von den Kriterien des Tumors und den Wünschen des Patienten.

HDR- Brachytherapie (Afterloading):
Über Hohlnadeln wird eine Strahlenquelle (meist Iridium) „nachgeladen“. Diese ultraschallgesteuerte Therapie erfolgt in Narkose. Die HDR-Brachytherapie wird mit einer Bestrahlung von außen kombi­niert, um die notwendige Gesamtstrahlendosis zu erreichen.

LDR-Brachytherapie (Seeds):
Auch „Seed-Implantation“ genannt. Hierbei werden vom Damm aus millimetergroße, radioaktive Metallstifte (Seeds) in die Prostata eingebracht. Neben dem am häufigsten verwendeten Jod kommt auch Palladium als Strahlenquelle zum Einsatz. Die Seeds werden unter Narkose ultraschallgesteuert appliziert und verbleiben lebenslang in der Prostata.

Bei allen Arten der Strahlentherapien  ist eine Reizung der umliegenden Organe, d. h. des Enddarmes und der Harnblase möglich. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Nebenwirkungen, z. B. hin zum künstlichen Darmausgang, ist jedoch extrem gering. Eine Inkontinenz ist in strahlentherapeutischen Verfahren nahezu ausgeschlossen.

Letzte Änderung: 18.10.2021 - Ansprechpartner:

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